Unser Münster

Nach einem langen Flug zurück in die Heimat, kommen wir froh, aber doch etwas müde in Düsseldorf an. Es wundert uns, dass der Skytrain zum Bahnhof nicht fährt und auch die S-Bahn wegen Bauarbeiten einen anderen Weg nimmt. Wir sind noch etwas Japan verwöhnt, so etwas würde da nicht vorkommen. Vom Münsteraner Bahnhof nehmen wir den Bus für die letzten Meter. Juhu, wir sind wieder da und freuen uns über unsere einladende Wohnung. Alles ist wie immer. Schnell noch eine Pizza beim Italiener nebenan und dann wird nach 24 Stunden auf den Beinen endlich geschlafen.

So verliefen unsere ersten Stunden zurück in Deutschland. Mittlerweile sind wir schon eine Weile wieder in unserer Stadt und haben uns an den Alltag gewöhnt, der für uns noch sehr gemütlich verläuft. Noch ist es nicht zu Ende, das Sabbatjahr, mit allen Annehmlichkeiten.

Die ersten Fragen, die wir immer noch gestellt bekommen, wenn wir Freunde und Verwandte treffen, die wir lange nicht gesehen haben, sind: „Was hat euch am besten gefallen? Was war das Beeindruckendste oder Berührendste“? Eindrucksvoll und interessant war alles und auch völlig anders als hier. Das Leben auf Reisen ist ja an sich schon etwas anderes und in Asien sicherlich nochmal ganz speziell. Südostasien unterscheidet sich da auch noch sehr von Japan.

In Thailand, Laos, Kambodscha und Vietnam haben uns die Freundlichkeit der Menschen, das Lächeln und die Lebenslust, die lauen Nächte, wenn die Sonne untergeht und ein kühles Getränk in der Rooftopbar, das leckere vegetarische Essen und die günstigen guten Unterkünfte gefallen. Beeindruckt haben uns die Tempelanlagen und der gelebte Buddhismus, der wahnsinnige Verkehr mit den tausenden Motorrollern und die Menschen, die sich gelassen und entspannt darin bewegen. Berührt haben uns die Geschichte der Länder. Die Kriege mit ihren verheerenden Folgen, die auch teilweise jetzt noch das Leben der Menschen bestimmen. Gefreut haben wir uns über Begegnungen mit Einheimischen und anderen Reisenden. Der Austausch war interessant und bereichernd. Gestört und nachdenklich gemacht hat uns die krasse Umweltverschmutzung. Es gibt einfach zu viel Plastik auf dieser Welt und wir fragen uns, wie die Länder das in den Griff bekommen wollen.

Japan war nicht weniger eindrucksvoll. Die Sauberkeit in den Straßen, die Pünktlichkeit der öffentlichen Verkehrsmittel und die Ruhe, selbst in der vollsten U-Bahn, waren schon interessant zu beobachten. Insgesamt herrscht auch eine große Gelassenheit, sogar in der Weltmetropole Tokio. Der Anblick der Kirschblüte war wunderschön und der Besuch in Fujiyoshida mit Blick auf den grandiosen Berg Fuji entspannend. Alles in allem eine lohnende Reise in das „Land der aufgehenden Sonne“.

Die Reiselust lässt uns nicht los. Aber erstmal genießen wir unser Münster!

2 Comments

  1. Münster ist auch echt schön. Das hab ich bei meinem Kurzbesuch gerade wieder bemerkt. Genießt es also weiter! Wir düsen morgen ab in die Sommerferien und freuen uns auf 6 Wochen im Van! Yeah!
    Liebe Grüße
    Gela

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