Chiang Rai

Mit dem Bus reisen wir nach Chiang Rai. Unser Guesthouse liegt gegenüber dem schönen Restaurant „Ban Sa Bai Jai“. Wir hatten kein Mittagessen und bestellen gleich vier Gerichte. Es ist überaus köstlich! Die Besitzerin ist eine eindrucksvolle, sehr freundliche Frau, mit der wir uns länger unterhalten. Auch hier erfahren wir wieder die thailändiische Mentalität. Etwas teilen mit den Mitmenschen, ein Lächeln, ein freundliches Wort und ein gutes Gespräch über das Leben. Gesättigt und zufrieden ziehen wir uns zurück. Chiang Rai ist ein verschlafenes Provinznest. Wäre nicht der „Weiße Tempel“, würde sich vermutlich niemand hierher verirren. Wir erkunden die Stadt mit Fahrrädern, wirklich Schönes zu entdecken, gibt es aber nicht. Im Stadtzentrum besichtigen wir am Abend den „Clocktower“. Stündlich wird er bunt angestrahlt und thailändische Musik erklingt. Fasziniert sind wir von den Schwalben, die zu tausenden versuchen auf den Stromleitungen Platz zu finden.

Der weiße Tempel liegt 13 km außerhalb. Wir nehmen am nächsten Tag den öffentlichen Bus. Das Weiß des Tempels blendet schon von weitem in den Augen! Unterstützt von den unzähligen kleinen Spiegelkacheln. Um die Mittagszeit sind hier viele Touristen und wir reihen uns in den Strom ein. Der Wat Rong Khun ist das Projekt des bekannten Malers und Architekten Chalermchai Kositpipat, der auch den Clocktower entworfen hat. Den Tempel erreicht man über eine Brücke. Bevor man sie betritt, wird es aber etwas gruselig. Unzählige Hände strecken sich aus der Unterwelt empor und greifen nach den Besuchern. Totenschädel und zwei infernale Gestalten müssen passiert werden. Führt der Weg durch die Hölle zur Erleuchtung? Bloß nicht umdrehen. Ist man erstmal auf der Brücke, gibt es sowieso kein Zurück mehr. Zeit, um für ein Foto zu posieren, gibt es nicht. Ein Wachmann mit Megaphon ermahnt die Menschen zügig weiterzugehen. In der Haupthalle des Tempels steht eine große Buddah-Figur, vor der sich die Menschen verbeugen und niederknien. Die Wände sind vom Künstler bemalt und zeigen unterschiedliche Szenen. Sehr bunt und modern, neben Buddah und seinen Anhängern auch Personen und Figuren aus der westlichen Welt. Leider darf man im Inneren nicht fotografieren. Durchs offene Fenster gelingt uns aber ein Schnappschuss  der wunderschönen Wandmalereien. Wir nutzen die Gelegenheit im angegliederten Museum weitere Kunstwerke von Kositpipat zu betrachten. Den Elefantengott Ganesha thematisiert er besonders häufig in seinen farbenfrohen Bildern.

Am Morgen verlassen wir Chiang Rai. Unsere letzte Station in Thailand ist Chiang Khong am Mekong. Von hier aus startet unsere Reise nach Laos. Ein öffentlicher Bus fährt uns über Land, vorbei an Reisfeldern, die wir teilweise als abgeerntete Stoppelfelder, überwiegend aber als saftige hellgrüne Farbtupfer rechts und links liegenlassen. Im Hintergrund Berge. Die Sitze sind etwas unbequem, dafür gibt der Fahrtwind durch die offenen Fenster und Türen eine angenehme Abkühlung. Zwei Stunden kann man das ganz gut aushalten. Dann sind wir am Mekong! Im „Waterfront-Hotel“ bekommen wir ein Zimmer mit Flussblick. Die Vorfreude auf unsere Bootstour nach Laos steigt.

 

2 Comments

  1. Hallo ihr beiden, das sind herrlich schöne Bilder und feine Texte die ihr da postet Frei nach Bruno „weiter so“.
    Beim Elefantenschlammbaden habe ich allerdings Acki vermisst. Sind da etwa Bilder zensiert worden?
    Herzliche Grüße aus Hamburg – Jens

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