Ayutthaya

Unsere Weiterreise nach Ayutthaya beginnt abenteuerlich. Obwohl wir die Uhrzeit neu vereinbart haben, lässt der Fahrer uns eine Stunde am Pier sitzen. Erneut gibt es ein tropischen Regenschauer.

Etwas nervös warten wir und fragen uns, ob wohl alles so klappen wird, wie wir es geplant haben. Der Vermittler der Fahrt ist nicht zu erreichen, nur noch wenige Leute warten am Pier auf das nächste Boot und wir müssen uns in Geduld üben. Dann erscheint doch noch ein Auto und die Fahrt nach Ayutthaya kann losgehen! Es geht zügig voran, Geschwindigkeitsbegrenzung sind uninteressant, dafür das Handy umso wichtiger. Beim Überholen rechts oder links noch schnell ein Videotelefonat mit der Liebsten oder WhatsApp auf thailändisch. Auf einmal verlangsamt sich der Verkehr und eine Polizeikontrolle erscheint in Sichtweite. Mit den Worten „Mafia, Mafia“ fährt unser Mann auf den nächsten Rastplatz. Mit der Frage: „Want Food?“ verschwindet er im Geschäft und lässt sich für mind. 30 Minuten nicht mehr blicken. Der Motor läuft und wieder sind wir ratlos. Da erscheint er endlich, wendet den Wagen und fährt los. Auf Ackis Frage, ob alles okay sei, lautet seine Antwort: „Police is not ok.“ Dabei berührt er ein Buddah-Kunststoffamulett, das am Rückspiegel hängt. Nach Schleichwegen über Seitenstraßen und einen verlassenen Parkplatz sind wir anscheinend wieder auf dem richtigen Weg. An der nächsten Ampel kauft er eine Blumenkette, die als Opfergaben verkauft werden. Auch sie schmückt nun den Spiegel und wird ab und zu berührt. Die Spekulationen über seine Beweggründe sind müßig und so hoffen wir, den Rest der Fahrt ohne Straßensperren oder Ähnliches zu verbringen. Am Nachmittag erwarten uns heiße 36 Grad in Ayutthaya. Zum Glück ist der Wechsel vom klimatisierten Auto ins Hostel kurz. Auch wenn wir hungrig sind, zieht es uns zuerst zum Wat Mahathat. Unbedingt möchten wir den Sandsteinbuddah anschauen, der mit den Wurzeln eines Banyanbaumes verwachsen ist. Unsere Unterkunft liegt im historischen Zentrum und der Tempel ist nur ca. 500 Meter entfernt. Wir bummeln in der Abendsonne durch den einst bedeutendsten Tempel der damaligen königlichen Hauptstadt. Ein Gang über den Nachtmarkt und ein günstiges Essen am Fluss runden den Abend ab. 

Wir schlafen in der Nacht ganz entspannt unter unseren Moskitonetzen.

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