Koh Mak

Als wir nach unserer letzten Nacht in Bangkok mit unserem Gepäck aus dem Hotel-Aufzug treten, steht unser Fahrer schon bereit. Die Fahrt von Bangkok nach Trat haben wir von Deutschland aus gebucht. Manuel, ein Italiener, der auf Koh Chang lebt, bietet diesen Service an. Es ist bequemer als mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu reisen und nicht sehr viel teurer. Es bleibt keine Zeit zum Frühstück, schon  machen wir es uns im Minibus gemütlich und es geht los auf die Autobahn. Die Fahrt dauert 5 1/2 Stunden. Angekommen am Pier in Laem Ngop ist das Speedboot zum Koh Mak Pier gerade weg. Wir buchen ein Ticket zum  Makathanee Pier. Die Überfahrt dauert 45 Minuten. Das Meer ist ruhig, dennoch knallt das Boot über manche Welle, dass wir auf unseren Sitzen hüpfen. Angekommen bringt uns ein Hotelshuttle zum Koh Mak Resort. Hier haben wir unsere erste Nacht gebucht. Der Bungalow liegt direkt am Ao Suan Yai Strand, der wohl der schönste Strand von Koh Mak ist. Auch das Resort mit Restaurant und Bar direkt am Beach ist wunderschön. Wir fühlen uns wie im Paradies! In der Nacht gibt es einen heftigen Regenschauer, doch am Morgen ist der Himmel blau und die Luft klar. Schon um 7.00 Uhr nehmen wir ein Bad im Meer. Leider haben wir unser Stranddomizil nur für eine Nacht gebucht. Das Inselleben in erster Reihe ist teuer. Unsere zweite Unterkunft ist nur 500 Meter entfernt und doch etwas ganz anderes. Mitten im tropischen Wald werden wir die nächsten zwei Nächte auf der Wild Heart Farm verbringen. Geschlafen wird in einem großen Zelt, das Bad ist außen in einem kleinen Holzanbau, Dusche Open Air! Wir leihen uns Räder, um uns einen Eindruck von der Insel zu verschaffen. Koh Mak gehört zu einer Inselgruppe im Golf von Thailand. Sie liegt zwischen Koh Chang und Koh Kut und ist die kleinste der drei Inseln. Neben dem sanften Tourismus, sind Landwirtschaft und die Gewinnung von Kautschuk wichtige Einnahmequellen. 

Hier ist nicht viel los, deshalb fiel unsere Wahl auf Koh Mak, mit der Idee auch evtl. einmal auf eine andere Insel zu wechseln. Schnell wird uns klar, dass es uns hier so gut gefällt, dass wir acht Nächte bleiben, verschiedene Unterkünfte ausprobieren und Tagesausflüge machen. Die erste Unternehmung ist ein Ausflug nach Koh Kahm. Die kleine Insel liegt nur ein paar Fahrminuten mit einem kleinen Boot von Koh Mak entfernt. Als wir morgens los wollen, gibt es heftigen Regen, der auch längere Zeit anhält. Wir warten die nächste Tour ab und nutzen die Zeit zum Schreiben und Lesen. Mit Koh Kahm hat es etwas besonderes auf sich: Auf der Insel gibt es den feinsten weißen Sand, herangeschafft für den Bau eins Luxushotels. Geplante Kosten für eine Nacht im Strandbungalow 1000 Dollar. Das Resort der Extraklasse ist fast fertig, als festgestellt wird, dass keine Baugenehmigung erteilt wurde. Der Bau wurde gestoppt und die unfertige Anlage liegt verlassen da. Bis auf die Inselwärter und einige Tagestouristen hält sich niemand hier auf. Es ist ein interessanter Anblick, wie sich der Dschungel langsam die Gebäude zurückerobert. Ein Blick in die Bungalows zeigt die teuren Baumaterialien in den Bädern und an den Wänden. Was für eine Verschwendung! Für uns ist es allerdings ein ganz wunderbarer Strandtag. Um 16.30 Uhr fährt das letzte Schiff zurück.

Im Südosten entdecken wir auf einer unserer Radtouren das Buri Hut Resort. Es liegt im Berg, das Meer zu den Füßen. Es ist eine liebevoll eingerichtete Anlage, in der trotz Hauptsaison wenig los ist. Der Strand eignet sich nicht unbedingt zum Baden, es gibt aber einen großen Pool. Die nächsten vier Tage ist das Buri Hut unser Zuhause. Hung, der junge Mann an der Bar kommt aus Kambodscha. Er hat wenig zu tun und freut sich über unsere Gesellschaft. Er kam nach Thailand, ohne ein Wort Thai oder Englisch zu sprechen und erwarb seine Sprachkenntnisse durch die Arbeit und den Kontakt zu den Touristen. 

Man kann es fast nicht glauben, wenn man diese wunderschöne Natur erlebt, dass die Umweltverschmutzung auch das schönste Paradies erreicht. Bei Ebbe sieht man auch hier das Ausmaß. Der Strand, besonders an der südöstlichen Seite ist komplett vermüllt. Die Strandabschnitte, die direkt an den Unterkünften liegen, werden bei Niedrigwasser gefegt. Alle anderen Bereiche bleiben schmutzig. 

Eigentlich fahren alle Besucher, und die Einheimischen sowieso, mit dem Motorroller. Wir sind die einzigen, die in der Hitze mit dem Rad fahren. Es ist sehr schweißtreibend, aber Sport muss sein! Es macht Spaß und wir erkunden so die ganze Insel. Koh Mak hat einen kleinen Ortskern mit Restaurants, Geschäften, einer Apotheke,  einer Schule und natürlich einem Wat. Hoch auf einem Hügel entdecken wir einige große und schöne Häuser im Villenstil. Wir essen köstlich in verschiedenen Restaurants und genießen die Gastfreundschaft der Thais. Die Menschen sind sehr freundlich und offen. Wer englisch spricht, unterhält sich gerne. Am letzten Tag wechseln wir ins Makathanee-Resort. Für diesen Tag haben wir eine Schnorcheltour zu drei kleinen Inseln gebucht. Es wird ein angenehmer Tag auf dem Wasser. Die Gruppe besteht aus acht Personen aus Kanada, Deutschland und Dänemark. Es ist einfach herrlich mit dem Boot auf dem Wasser zu schippern, die Aussicht zu genießen und bunte Fische zu sehen. Am Abend nehmen wir einen letzten Drink auf der Dachterrasse des Hotels und freuen uns beim Sonnenuntergang auf unsere nächsten Abenteuer!

 

2 Comments

  1. Hallo ihr beiden. Da kann mann nur sagen. Wenn einer eine Reise macht dann kann mann was erzählen! Wirklich wunderschön. Von hier ein Daumen hoch. Top Weiter so! Grüße

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.