La Isla Bonita – Puerto de Tazacorte

In Puerto de Tazacorte erwartet uns das kleine Apartment El Callejon. Der Name Tazacorte stammt von Tazo, dem  Guanchenhäuptlings, der den Spaniern bei der Eroberung und Inbesitznahme La Palmas erbitterten Widerstand leistete. So erhielt der Ort den Namen Tazacorte, der Hof des Tazo.

Die schmale Gasse führt direkt auf die Strandpromenade zu. Hier ist wieder Sommer! Temperaturen über 25 Grad, Sonnenschein und blauer Himmel. Wir richten uns ein und gehen dann direkt zu den Restaurants und Bars an den Strand. Ein Lieblingslokal ist schnell gefunden. Die gemütliche Taberna del Puerto mit José dem lustigen Kellner, den wir in den nächsten Tagen öfter besuchen.

Da uns das Auto nur noch zwei Tage zur Verfügung steht, planen wir einen weiteren Ausflug in den Süden. Wir haben eigentlich vor, dem Vulkan Teneguía, der 1971 zum letzten Mal ausgebrochen ist, einen Besuch abzustatten. Wir folgen den Hinweisschildern, parken unser Auto am Straßenrand und machen uns auf den Weg durch die Weinberge. Die Rebstöcke wachsen hier windgeschützt auf dem dunklen Lavasand eng am Boden. Auf einmal schlängelt sich ein Pfad den Berg hinauf. Wir folgen ihm, in der Vorstellung, den Vulkan zu erreichen. Oben angekommen stellen wir fest, dass wir im Besucherzentrum San Antonio gelandet sind, das ausführlich über die Entstehung der Vulkaninseln informiert. Von hier aus hat man auch die Möglichkeit den Teneguía aus der Ferne zu sehen. Das reicht uns, da es auch noch anfängt zu regnen. Den Regen warten wir im Café des Museums ab und steigen dann bei Sonnenschein den Berg hinab.

In Santa Cruz geben wir am folgenden Tag unser Auto ab und machen uns auf den Weg zum Busbahnhof. Der Bus fährt über Los Llanos nach Puerto de Tazacorte. Wir haben die wichtigsten Orte dieser wunderbaren Insel gesehen und werden nun die letzten Tage ohne große Anstrengungen verbringen. Von der Strandpromenade aus kann man in der Ferne die Hafenanlage  sehen. Wir schlendern den langen Strand entlang und staunen über die Größe des Hafens. Außer von Fischer- und Sportbooten wird er auch von Forschungsschiffen, Ausflugsbooten und Booten der Fischzuchtbetriebe  genutzt. Man sieht die großen grünen Schwimmkäfige für Seebarsche und Goldbrassen vor der Küste auf dem Wasser treiben. Der riesige und wahnsinnig teure Hafenausbau sollte unter anderem die Verkehrsverbindungen zwischen Tazacorte und den Inseln La Gomera und El Hierro ermöglichen und Kreuzfahrtschiffe anlocken. Die Hafenerweiterung wurde bis heute nicht genutzt. Wir laufen über die großen, leeren Parkplätze und unter den Bögen der Hafenmauer. Am Pierende betrachten wir die riesige Frau aus Beton von beiden Seiten und kehren dann in dem netten Hafenrestaurant ein, von wo man einen schönen Ausblick aufs Wasser und die ankommenden Boote hat.

Eine Wanderung wollen wir uns allerdings doch nicht entgehen lassen. Direkt oberhalb der Häuser an der Strandpromenade verläuft der Wanderweg PR-LP 131 vom Hafen zum El Time Aussichtspunkt. Er soll einer der meist besuchten Wanderwege der Insel sein. Seit 500 Jahren gibt es diesen Weg schon. Es ist nicht auszuschließen, dass er auch bereits von den Ureinwohnern genutzt wurde, da es die schnellste Möglichkeit ist, den Time zu erklimmen. Der Weg führt über einen schmalen Pfad den steilen Berg hinauf. Es gibt Natursteinhöhlen, die einst bewohnt waren und noch vor wenigen Jahren den Fischern des Nordens der Insel als Unterkunft während der Fangsaison dienten. Hat man erst den Berg erklommen, ist die Wanderung noch nicht zu Ende. Ein asphaltierter Weg schließt sich an. Hier gibt es Villen mit wunderschön angelegten Gärten. Dann geht eine steile Straße zwischen Bananenplantagen noch weiter nach oben. Nach ca. drei Kilometern sind wir am Ziel. Im Restaurant „El Time“ pausieren wir, um uns dann an den Abstieg zurück in den Hafen zu machen. Unseren letzten Tag in Puerto de Tazacorte verbummeln wir mit einem erneuten Spaziergang zum Yachthafen und einem letzten Besuch in der Taberna. Am Freitag bringt uns der Bus nach Santa Cruz de la Palma.

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