Bilbao – La Semana Grande

Das Navi führt uns in eine Baustelle. Sackgasse! Wir denken zunächst, das kann ja gar nicht sein. Wir finden unser Hotel „Ria de Bilbao“. In einer Stunde ist erst der Check In, also warten wir in einer Seitenstraße im Schatten auf Einlass. Das Hotel entpuppt sich als modernisiertes Gebäude inmitten einer abbruchreifen Straße gegenüber des Flusses Ria de Bilbao. Unsere Räder finden einen Parkplatz in der Hotelgarage, später auch unser Auto, das aufgrund der Dachbox zu hoch für das städtische Parkhaus ist. Bis wir alles geregelt haben ist es Abend, und wir fahren mit den Rädern Richtung Altstadt, die in ca. 20 Minuten zu erreichen ist.

Am nächsten Tag geht es wieder mit den Fahrrädern Richtung Stadt. Das Guggenheim Museum liegt auf der anderen Seite des Flusses. Es gibt zahlreiche Brücken und wir überqueren den Fluss über die „Zubizuri“. Ihr Name stammt aus dem Baskischen und bedeutet „weiße Brücke“. Das Guggenheim Museum ist schon von Außen eine Attraktion. Der Eingangsbereich ist allerdings eher unscheinbar und wir laufen zunächst daran vorbei. Im Inneren finden sich in den riesigen Räumen etliche Installationen und Ausstellungsstücke. Joana Vasconcelos, eine portugiesische Künstlerin, ist mit ihren überdimensionalen Kunstwerken stark im gesamten Gebäude vertreten. In einem der Ausstellungsräume befindet sich ein umfangreiche Ausstellung von Chagall. Besonders berührend und schön sind die Gemälde, die Chagall mit seiner Braut Bella zeigen.

Bilbao zeigt sich in Feierlaune. Aste Nagusia, die große Woche von Bilbao findet in diesem Jahr vom 18.08. bis zum 26.08. statt. Gefeiert wird zu Ehren der Schutzpatronin Viren de Begoña. Organisiert wird das Fest von der Stadt Bilbao und vielen kleinen Vereinen, die ihre Getränkestände entlang des Ria de Bilbao immer mit einem eigenen Thema aufgebaut haben. Es erinnert an den Rosenmontagsumzug, nur nicht in Bewegung. In Bewegung sind aber die Menschen. Alt und jung tanzen, singen, essen und trinken. Die Hauptstadt der Biskaya verwandelt sich in eine große Bühne für Konzerte, Aufführungen, Kirmes und Feuerwerke. Wir ziehen durch die Altstadt und essen Pintxos, Häppchen nach baskischem Brauch, trinken Wein und freuen uns mit den Menge über die Leichtigkeit des Lebens, die hier herrscht. Zum Zeichen der Zugehörigkeit zum Baskenland und zu Bilbao tragen viele von ihnen blaue Halstücher.

Das Wetter zeigt sich nicht von der besten Seite, dennoch buchen wir eine zweistündige Fahrt auf dem Ria. Die Erklärungen über den Audioguide sind sehr interessant und nun erfahren wir auch, was es mit der Baustelle auf sich hat, die rund um unser Hotel zu sehen ist.

Die Halbinsel Zorrozaurre, auf der sich unser Hotel befindet, soll in in den nächsten Jahren zu einer Insel umgebaut werden. Die Brücke, mit dem Namen des Architekten des Guggenheim Museums, Frank Gehry, steht bereits. Der Plan sieht eine Bebauung mit Wohnungen, moderner Industrie und städtisch öffentlichen Räumen und Grünflächen vor. Bereits 2004 haben Vertreter der Provinzhauptstadt die britisch-irakische Architektin Zaha Hadid mit der Ausarbeitung einen Masterplanes für die Halbinsel beauftragt. So erklärt es sich, warum einige der Gebäude bereits vollständig saniert und andere darauf waren, abgerissen zu werden.

Wir verlassen Bilbao im schönsten Sonnenschein und fahren ins Gebirge Picos de Europa.

 

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